Wintergarten aus Holz bauen

Ein Wintergarten wertet die eigenen vier Wände auf und schafft eine wohnliche Verbindung zwischen Haus und Garten. Mit ein wenig Geschick kann man einen Wintergarten aus Holz auch selber bauen.

Holz – der wohnliche und gut zu verarbeitende Werkstoff

Holz ist ein besonders wohnlicher Baustoff. Auch ist er leicht zu verarbeiten und wird deshalb gern für alle möglichen Baumaßnahmen eingesetzt. Ein weiterer Vorteil: Auch Heimwerker und Hobby-Handwerker können mit ein wenig Geschick auch komplexere Konstruktionen in Eigenleistung erstellen. Doch zunächst ist eine gute Vorplanung erforderlich.

Nur Anfänger bauen einfach planlos drauflos. Ein Wintergarten aus Holz ist eine tragende Konstruktion. Es ist zu bedenken, dass Kräfte wie Wind, Regen oder auch Schneemassen auf einen Wintergarten einwirken. Auch die Füllungen aus Glas oder die Bedeckung, beispielsweise in der Ausführung aus Glas oder Doppelstegplatten, besitzen ein entsprechendes Gewicht, das bei der Planung zu berücksichtigen ist. Demnach muss ausreichend stabiles Holz verwendet werden. Das Holz sollte zudem witterungsbeständig sein. Weiter ist ein stabiles Fundament aus Beton einzuplanen. Zu guter Letzt sollte bedacht werden, dass der Wintergarten stabil am Fundament und am Haus zu befestigen ist. Deshalb sollte man sich vor dem Bau über die geeignete Befestigungstechnik informieren. Da der Wintergarten auch dicht sein sollte, sollte auch die Isolation zum Haus, zum Boden und zwischen den einzelnen Elementen des Wintergartens in die Planung einfließen.

In der Planungsphase sind demnach Statik bzw. Stabilität, Wetterfestigkeit der verwendeten Materialien, Fundament und Befestigung sowie Isolation zu beachten.

Die Bauphase – Der Wintergarten aus Holz entsteht

Stehen Design und Statik fest, kann man loslegen. Meist bietet es sich an, auf einem ebenen Untergrund eine Rahmenkonstruktion zu fertigen. Die einzelnen Rahmenkonstruktionen dienen später als Dach und Seitenelemente. In diese können dann später die Fenster oder die Bedeckung eingebaut werden. Bei den Fenstern bietet es sich meist an, auf fertige Holzfenster zurückzugreifen, die dann einfach mit den Seitenrahmen des Wintergartens verschraubt werden.

Ein Praxistipp: Ein Rahmen ist immer dann rechtwinklig, wenn beide Diagonalmaße identisch sind. Und noch ein Praxistipp: Wer bei der Berechnung der einzelnen Teilelemente etwas unsicher ist, sollte den Wintergarten in Teilschritten bauen und nach jedem fertigen Element vor dem Zuschnitt und Bau der folgenden Elemente erneut Maß nehmen. Denn Verschnitt ist teuer und ärgerlich.

Zur Bedeckung des Wintergartens bieten sich Doppelstegplatten oder Glas an. Beim Glas sollte man darauf achten, dass es für die Verlegung im Deckenbereich geeignet ist. Es sollte deshalb immer Verbundglas zum Einsatz kommen. Überhaupt sollte man beim Dach nicht selber experimentieren, sondern auf bewährte und zugelassene Profilsysteme zur Befestigung und Abdichtung der Bedeckung zurückgreifen. Bei der Planung und der Ausführung des Dachs ist zudem auf eine ausreichende Dachneigung und einen Wasserablauf zu denken.